Mike Ness – Cheating at Solitaire (1999)

Kategorie: Kochen und Musik

 

Michael James Ness, oder einfach Mike, ist der Frontmann der legendären Orange-County Punkrock Band Social Distortion. Ness hat nie ein Geheimnis daraus gemacht, dass er sich viel vom Country und Blues hat inspirieren lassen und vielen Social D Songs merkt man das auch an. Cheating at Solitaire ist nun das erste Soloalbum des Mr. Ness'. Hier kann er nun endgültig seine Vorliebe ausleben und schafft es, den Zuhörer mit seiner genialen Art Geschichten zu erzählen in eine Welt zu entführen, die von runtergekommen Typen handelt, in der sich Verlierer und Outlaws die Klinke in die Hand drücken und was eigentlich alles fast zum weinen wäre, wenn der Rhythmus nicht die Füße zum tanzen bringen würde. Natürlich bleibt Mike Ness im Herzen ein Punkrocker, aber er schafft es eben dieses mit einer unerbittlichen Honky-Tonk-Mentalität und einer sehr aufdringlichen Rockabilly-Großkotzigkeit zu verbinden. Mike Ness durchläuft eine Transformation, so dass sich in ihm Johnny Cash und Johnny Thunders vereinen. Als wären die Songs nicht schon an sich großartig, so erhöhen Gastauftritte von Bruce Springsteen, Brian Setzer und Mitgliedern der Royal Crown Revue das Line-Up. Ness' großes Idol Johnny Cash war zwar eingeladen den Song „Ballad of a Lonely Man“ zu singen, doch leider verhinderte eine schwere Erkrankung Cashs die Zusammenarbeit. Auch wenn das eine Menge Name-Dropping ist, der Star des Album bleibt aber eindeutig Mr. Ness, der mit seinem wütenden, aber sehr straffen Gitarrenspiel und der Hingabe für lebensechtes Story-Telling hier unter Beweis stellt, dass er auch abseits von Social Distortion ein Vollblut Musiker ist, sich aber dabei trotzdem treu bleibt, so dass der Gedanke an Ausverkauf zu keinem Zeitpunkt aufkommt.


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