Pink Floyd – The Wall (1979)
Das Konzeptalbum von Pink Floyd aus dem Jahr 1979 erzählt die Geschichte des jungen Manns Pink, der aufgrund der Überbehütung durch seine Mutter, das Fehlen des im Krieg gefallenen Vaters und der Grausamkeiten ihm gegenüber durch seine Lehrer während seiner Kindheit eine imaginäre Mauer um sich errichtet, hinter der er sich vor äußeren Einflüssen verstecken kann und vor fremden Emotionen geschützt ist. Sobald die Mauer erst einmal erschaffen wurde, verzweifelt der Junge an seiner Existenz, da er nun vollständig von sozialen Kontakten abgeschnitten ist. Versuche die Mauer zu durchbrechen scheitern und er bleibt in seiner imaginären Welt gefangen, unterdrückt die letzten ihm gebliebenen Gefühle und klagt sich letztendlich vor einem imaginären Gericht selbst an. Anhand der Zeugenaussagen von Lehrern, der Ex-Frau und der Mutter, die ihn schwer belasten, wird er schließlich verurteilt und zur Strafe gezwungen, die Mauer einzureißen. Musikalisch ändern Pink Floyd ihren Stil und im Vergleich zum Vorgänger Animals setzt die Band rund um Mastermind Roger Waters und David Gilmour auf ungewohnt harte und rockige Töne. Stellenweise werden Disco-Elemente verwendet um den Sound in eine bestimmte Richtung zu pushen, den Erfolg sieht man an den Verkaufszahlen der Single „Another Brick in the Wall Part 2“ Neben gewaltigen Rocknummern mit bombastischen Keyboard- und Synthesizer-Einlagen hat das Album aber auch ruhige Nummern zu bieten, bei denen das ganze musikalische Talent der Band hervorgehoben wird. Freunde von aufwendigen Gitarrensolos werden in „Comfortably Numb“ auf ihre Kosten kommen bevor das ganze Album auf musikalischer und textlicher Ebene mit „The Trial“ nach über 81 Minuten Laufzeit einen gewaltigen Ausklang erlebt. Nicht umsonst wird The Wall als Rock-Oper betitelt und ist außerdem das weltweit meist verkaufte Doppelalbum.
Gerne hört man sich diese Musik auch einmal bei einem Dinner in the Dark an.
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